Die einfachste Möglichkeit zur Mundhygiene und Zahnsteinbekämpfung besteht darin, dem Hund Knochen zu kauen zu geben. Zunächst kommt das dem Beschäftigungstrieb der Vierbeiner entgegen und verlangt dann vom Besitzer nur ein Minimum an Aufwand. Dabei ist das Ergebnis beachtlich! Und es dürfte angenehmer für den Hund sein als als Munddusche oder Zahnbürste.
Wichtig:
Nur rohe Rind- oder Kalbsknochen geben! Knochen
dürfen nicht gekocht werden, da sie sonst splittern und zu Verletzungen führen können. Die Splitter gekochter Knochen sind messerscharf!
Hier sind die sog. Sandknochen (in
Scheiben gesägte lange Knochen) empfehlenswert, da das Innere sehr rau und das Äußere
zu hart ist um mitgefressen zu werden.
Und: Knochen verursachen Verstopfung! Daher nie größere Mengen Knochen füttern und immer die Häufchen beobachten!
Ob weichere Kausachen wie Schweineohren und Ochsenziemer einen Effekt haben, kann bezweifelt werden. Industrielle Produkte (Dental-Kauknochen) sind zumindest für große Hunde recht ungeeignet, da diese viel zu schnell verschlungen werden.
Zähneputzen geht natürlich auch, wenn der Hund das zulässt. Evtl. ist ein längeres Training mit Lob und Belohnung nötig, um eine allmähliche und schrittweise Gewöhnung herbeizuführen. Der Hund sollte bereits einen weichen Fang haben, um die Finger des Besitzers zu schonen.
Hierbei kann man spezielle Hundezahnpasta verwenden (z.B. mit Malzgeschmack). Es empfiehlt sich jedoch Heilerde, die in der Apotheke bezogen werden kann. Diese kann mit einem feuchten Lappen oder einer Zahnbürste, die man sich auf den Zeigefinger steckt (beim Tierarzt erhältlich) angewendet werden. Daneben kann man sich in der Apotheke auch Fingerlinge besorgen, die statt Lappen oder Zahnbürste verwendet werden können.
Dann gibt es auch noch Mundduschen.
Je eher mit der Mundhygiene begonnen wird, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, das der Tierarzt (manchmal sogar in Vollnarkose) eingreifen muss. Vorbeugen tut also Not!