Inhalt


 

I. Kurze Einführung


(Bitte unbedingt lesen. Sie enthält wichtige Informationen über den "Umgang" mit den Schüssler-Salzen.)

II. Die Schüssler-Salze

Nr. 1 Calcium fluoratum Nr. 7 Magnesium phosphoricum
Nr. 2 Calcium phosphoricum Nr. 8 Natrium chloratum (muriaticum)
Nr. 3 Ferrum phosphoricum Nr. 9 Natrium phosphoricum
Nr. 4 Kalium chloratum Nr. 10 Natrium sulphuricum
Nr. 5 Kalium phosphoricum Nr. 11 Silicea
Nr. 6 Kalium sulphuricum Nr. 12 Calcium sulphuricum

III. Dosierung

IV. Literaturhinweise

V.  Quellen

 

I. Kurze Einführung zur Person Schüsslers und seine "Entdeckung" der Salze

Dr. Heinrich Wilhelm Schüssler kam 1821 in Bad Zwischenahn zur Welt, begann mit 32 Jahren (1853) ohne Abitur das Medizinstudium in Paris, wechselte dann später an die Universität nach Berlin und promovierte schließlich in Gießen.

In Oldenburg eröffnete er dann eine Praxis als Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer. Schon bald galt sein besonderes Interesse der Homöopathie, mit der er fast 20 Jahre lang seine Patienten behandelte. Kein Wunder, dass auch der Weg zu seinem Heilverfahren und die Herstellung seiner Heilsalze von den grundlegenden Gedanken des Entdeckers der Homöopathie, des Meißener Arztes Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843), geprägt war.
1898 starb Schüssler.

Zu Lebzeiten Schüsslers gab es an die 1000 homöopathische Arzneimittel. Schüssler fand heraus, welche Mineralsalze in jedem Körper in den unterschiedlichen Geweben und Organen vorherrschen (Z. B. befindet sich im Muskelgewebe überwiegend Kaliumphosphat und Magnesiumphosphat.) und reduzierte die Homöopathie auf die

12 biochemischen Funktionsmittel = Schüssler-Salze.

Für Schüssler war es nun ein leichtes, diese Erkenntnis umzusetzen: War z. B. die Muskulatur erkrankt, wurde dem Organismus Kalium- und Magnesiumphosphat zugeführt.

Folgendes ist bei allen homöopathischen Arzneimitteln, so auch bei den Schüssler-Salzen zu beachten:

Die Wirkung der Mittel wird bei zusätzlicher Gabe von Kampfer und/oder Menthol mit großer Wahrscheinlichkeit zunichte gemacht, deshalb sollte man keine Präparate oder Lebensmittel mit diesen Inhaltsstoffen geben.

Muss man die Schüssler-Salze auflösen, bitte NIE mit Metall in das Glas gehen um umzurühren. Nur Plastiklöffel oder Holzspatel sind erlaubt!

Wie und wann helfen die Schüssler-Salze?

Um es vorweg zu sagen: Mit Schüssler-Salzen wird dem Körper nicht der notwendige Bedarf an Mineralstoffen zugeführt. Vielmehr helfen die Salze dem Körper im Krankheitsfall, Mineralstoffe wie Magnesium, Phosphat oder Kalzium wieder dorthin gelangen zu lassen, wo er sie braucht.

Beispiel:
Schmerzhafte Krämpfe an der Darm-Muskulatur treten auch bei Patienten auf, die eine ausgewogene Ernährung zu sich nehmen.  Warum also Krämpfe? Warum ist nicht genug Magnesium in der Muskulatur, wo es die Entkrampfung bewirken könnte?

Schüssler nannte dieses Phänomen eine "Molekülverteilungs-Störung". Das bedeutet, dass die winzigen Magnesiumteilchen (Magnesium-Ionen) im Organismus nicht dort sind, wo sie gerade benötigt werden.

Anders ausgedrückt:

Das richtige Salz ist nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Genau hierbei hilft das Schüssler-Salz - im Beispiel: Magnesium phosphoricum. Es behebt die gestörte Verteilung der Ionen, so dass die Magnesiumteilchen wieder in jede einzelne Muskelzelle gelangen und den Krampf lösen können.
 

Natürlich sollten die nachfolgenden Salze in Absprache mit Ihrem Tierarzt verabreicht werden!

 

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II. Schüssler-Salze

 

Schüssler-Salz Nr. 1: Calcium fluoratum

Calcium fluoratum ist das Erste der Schüssler-Salze. Früher stellte man es aus Flussspat her, der ausschließlich in Großbritannien, Mexiko und den USA vorkommt. Inzwischen kann man den Wirkstoff auch chemisch erzeugen. Das grauweiße Pulver hat weder einen eigenen Geschmack noch Geruch, allerdings leuchtet es, wenn man es erhitzt. Die Zubereitung erfolgt durch eine Vermischung mit Milchzucker und einer anschließenden Verreibung.

Der Körper braucht dieses Salz...

für den Aufbau von Knochen, Sehnen, Bändern, Zähnen und Nägeln bzw. Krallen, wo es für Festigkeit und Härte sorgt. Deshalb schützt es auch vor Karies.

Calcium fluoratum kommt bei folgenden Indikationen zum Einsatz:

Calcium fluoratum-Salbe hilft bei:

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Schüssler-Salz Nr. 2: Calcium phosphoricum

Calcium phosphoricum kommt in der Natur in dem Mineral Apatit vor, das überwiegend in Nordafrika abgebaut wird. Da Calciumhydrogenphosphat der Hauptbestandteil von Knochen und Zähnen ist, kann das Salz in diesem Bereich am besten seine heilsame Wirkung entfalten.

Der Körper braucht dieses Salz...

Das Schüssler-Salz wird gerne auch in Verbindung mit Calcium fluoratum (Nr. 1) angewendet und kommt bei folgenden Problemen in Betracht:

Calcium phosphoricum-Salbe hilft bei:

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Schüssler-Salz Nr. 3: Ferrum phosphoricum

Dieses Schüssler-Salz wird aus Eisenphosphat gewonnen und soll laut Dr. Schüssler die Wände der Blutgefäße stärken. Auch die Durchblutung könne bei akuten Entzündungen, Blutungen und Blutandrang deutlich verbessert werden.

Eisen hilft dem Körper, Sauerstoff ins Blut aufzunehmen, da es die Bindung der Sauerstoffmoleküle an die roten Blutkörperchen ermöglicht. Je mehr Sauerstoff in die Zellen gelangt, desto mehr Nährstoffe können verbrannt werden.

Ferrum phosphoricum ist lt. Schüssler ein hoch wirksames Präparat, das er gerne bei diesen gesundheitlichen Störungen anwendete:

Ferrum phosphoricum-Salbe hilft bei:

Die Salbe ist das erste Mittel bei Knochenbrüchen, da sie bei Verletzungen der Weichteile hilft, dann folgt Salbe Nr. 2 (Calc. phos.)

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Schüssler-Salz Nr. 4: Kalium chloratum

Kaliumchlorid wird aus dem Mineral Sylvin gewonnen, das überwiegend in Deutschland und Nordamerika vorkommt.

Es reguliert im Körper...

die Ausscheidung von Wasser, sorgt für das Funktionieren der Muskeln und Nerven, unterstützt und beeinflusst den Zucker- und den Eiweißstoffwechsel. Es wirkt steuernd auf Herzrhythmus-, Magen- und Darmtätigkeit. Überdies reguliert es den Kalium-Haushalt im Körper.

Vielseitig und wohltuend ist dieses Salz, das mit Milchzucker verrieben für folgende Störungen empfohlen wird:

Kalium chloratum-Salbe hilft bei:

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Schüssler-Salz Nr. 5: Kalium phosphoricum

An Kalium phosphoricum werden viele Anforderungen gestellt: Es soll einen ruhigen, gleichmäßigen Herzschlag gewährleisten, Energien in den Körperzellen speichern und Nervenimpulse weiterzuleiten. Ist die Verteilung der Kalium- und Phosphat-Ionen im Körper gestört, kommt es zu Muskel- und Nervenschwäche, Muskelschmerzen oder gar Muskellähmungen. Da dieses wertvolle Mineral in vielen Lebensmitteln vorkommt, ist Kaliummangel allgemein recht selten zu beobachten. Kalium phosphoricum gilt als Energiespender und Kräftelieferant und wird bei folgenden Indikationen eingesetzt:

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Schüssler-Salz Nr. 6: Kalium sulphuricum

Kaliumsulfat wird chemisch hergestellt und gerne als Bestandteil von Düngemitteln oder zur Glasherstellung verwendet. Mit Milchzucker verrieben kann es aber auch der Gesundheit unserer Tiere dienen. Besonders bei hartnäckigen Erkrankungen entfaltet dieses Schüssler-Salz seine wohltuende Wirkung und fördert die Ausscheidungsvorgänge über die Haut. Eingesetzt wird es bei:

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Schüssler-Salz Nr. 7: Magnesium phosphoricum

Körpereigenes Magnesium wird mengenmäßig nur vom Kalium übertroffen. Es ist für das Gleichgewicht des Mineralienhaushaltes verantwortlich. Zu wenig Magnesium kann neuralgische Schmerzen verursachen. Magnesium phosphoricum, das ganz nebenbei auch als "homöopathisches Aspirin" bezeichnet wird, gilt als eines der wichtigsten Krampfmittel der glatten Eingeweide-Muskulatur. Außerdem hilft es bei:

In akuten Fällen (z. B. Koliken oder Krämpfe) sollte Magnesium phos. in möglichst heißem Wasser aufgelöst (verrühren bitte nur mit Holzspatel oder Plastiklöffel!!!) und portionsweise in kurzen Zeitabständen verabreicht werden.

Aus diesem Grunde erhielt dieses Salz den Beinamen: "Die heiße Sieben" (Schüssler-Salz Nr. 7)

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Schüssler-Salz Nr. 8: Natrium chloratum (muriaticum)

Kochsalz ist der Hauptbestandteil dieses Mittels. In der Natur kommt Natrium chlor. als Halit, Steinsalz oder im Meerwasser vor. Da akuter Salzmangel Erschöpfungszustände und Muskelkrämpfe verursachen kann, gehören diese Beschwerden zum Einsatzbereich dieses Schüssler-Salzes. Ein Überschuss an Salz kann hingegen zu Bluthochdruck und Herzerkrankungen führen. Es gilt also, den goldenen Mittelweg zu finden. Als wässriges Mittel reguliert Natrium chlor. den Wasserhaushalt des Körpers. Es ist für Ausschwitzungen aller Art verantwortlich und soll sogar bei übermäßigem Tränen- und Speichelfluss eine Rolle spielen. Angewendet wird es bei:

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Schüssler-Salz Nr. 9: Natrium phosphoricum

Natriumphosphat entsteht in chemischer Herstellung. Früher setzte man diese Verbindung gerne gegen Würmer ein. Dieses Schüssler-Salz, das in kristalliner Form mit Milchzucker verrieben wird, soll den Säurehaushalt im Körper regulieren. Eingesetzt wird es bei:

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Schüssler-Salz Nr. 10: Natrium sulphuricum

Natriumsulfat wird auch als Glaubersalz bezeichnet. Es kommt in mineralhaltigen Salzseen vor, wird aber meistens chemisch hergestellt. Gleichzeitig ist es das wichtigste Salz aller berühmten Heilquellen (Karlsbad etc.). Die Förderung der Entwässerung und die Entlastung des Stoffwechsels obliegt diesem Schüssler-Salz. Ferner wird es bei folgenden Indikationen eingesetzt:

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Schüssler-Salz Nr. 11: Silicea

Kieselsäure ist nichts anderes als eine Verbindung des Elements Silizium, das zu großem Maße in der Erdkruste enthalten ist und auch in Pflanzenstrukturen nachgewiesen werden kann. Es dient der Festigung der Zähne, Haare und Nägel und ist ein Bestandteil des Bindegewebes. Silicea härtet Knochen, formt Knorpel und festigt das Bindegewebe. Man setzt es ein bei:

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Schüssler-Salz Nr. 12: Calcium sulphuricum

Calciumsulfat ist eigentlich nichts anderes als Gips. Es kommt reichlich in heißen Quellen und Lehmschichten vor und wird angewendet bei:

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DOSIERUNG

Die Schüssler-Salze werden in Tablettenform, üblicherweise in der Potenz D 6 angeboten. Ausnahmen stellen die Salze Calcium fluoratum (Nr. 1), Ferrum phosphoricum (Nr. 3) und Silicea (Nr. 11) dar. Sie sollten wegen ihrer besseren Bioverfügbarkeit in der Potenz D 12 gegeben werden.

Die Dosierung ist individuell und hängt von der Ausprägung des Krankheitsbildes ab. Hunde erhalten in der Regel drei- bis sechsmal täglich zwei Tabletten. Bei einem akuten Krankheitsverlauf muss die Behandlung unter Umständen in viertel- oder halbstündigen Rhythmen verlaufen, was natürlich eine hohe Einsatzbereitschaft seitens des Besitzers erfordert. Verweigert das Tier die Aufnahme der Tablette, kann sie zerkleinert oder in Wasser aufgelöst werden. (Bitte den o. a. Hinweis in Bezug auf Metall beachten!)

Schüssler hat stets betont, dass im Rahmen einer Kur im Idealfall ein Salz, aber sicherlich nicht mehr als zwei verschiedene Salze miteinander kombiniert werden sollten. Werden zwei Salze verordnet, sind sie dem vierbeinigen Patienten im täglichen Wechsel zu geben. Die biochemischen Salze Nr. 1 - 11 können mit entsprechenden Salben kombiniert werden. Die äußerliche und innerliche Anwendung wird für überaus sinnvoll gehalten.

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Weiterführende Literatur:

Dr. med. vet. Wolfgang Becvar (1994): Naturheilkunde für Hunde,, KOSMOS, Stuttgart (ISBN: 3-440-06596-0)
Dr. Andrew Lockie (2000): Das große Lexikon der Homöopathie, Dorling Kindersley, Stuttgart/München (ISBN: 3-831-00005-0)
Günther H. Heepen (1999): Schüssler-Salze, 12 Mineralstoffe für Ihre Gesundheit, GU (ISBN: 3-7742-3736-0) (nicht spez. für Tiere)

Quellen:

Das deutsche Hundemagazin 7/2002 (Text: G. Metz)
GU-Ratgeber Naturmedizin heute, Schüssler-Salze (Autor: G. Heepen)

Verantwortl. für den Inhalt der Seite:
S. Bodemann

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